Flamenco sin género(s) präsentiert einige der radikalsten aktuellen Positionen im Flamenco, darunter Programme, die sich gängigen Kategorien und Zuschreibungen entziehen. Rocío Márquez und Los Voluble arbeiten im Spannungsfeld zwischen Tradition und Avantgarde und verbinden fundierte Kenntnis der Geschichte des Flamenco mit experimentellen, kritischen und bisweilen widersprüchlichen Perspektiven. Der Flamenco entstand im Süden Spaniens aus dem jahrhundertelangen Zusammenleben verschiedener Kulturen – darunter Roma, muslimische, jüdische und christliche Gemeinschaften – und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als eigenständige Kunstform benannt. Als kulturelle Praxis geht er über die Bühne hinaus und ist historisch mit Menschen und Gemeinschaften am Rand der Gesellschaft verbunden.
Das Programm gibt einen Einblick in die drei Säulen des Flamenco: cante (Gesang), baile (Tanz) und toque (Gitarrenspiel). Es zeigt die Komplexität und den Reichtum einer lebendigen, sich ständig wandelnden Tradition, in auch Themen wie Feminismus, Ökologie und Dekolonialismus aufgegriffen werden.
„Flamenco sin género(s)“ versteht Flamenco als eine lebendige Kunst, die sich durch Dialog, Auseinandersetzung und Innovation weiterentwickelt. Im Sinne des Flamenco-Manifests von 2018 soll er nicht „Echo eines Echos“
Eine TRANSART26 Veranstaltung. Weitere Infos und Tickets hier.
FR 18. September 2026 - Beginn 20 Uhr


